Renault und Dacia auch wegen Betrugssoftware verklagt

 

Die Car Claim Foundation reicht wegen des Dieselskandals eine große Massenklage gegen die Autohersteller Renault und Dacia ein. Die Forderung dürfte nach Angaben der Stiftung eine Gesamtgröße zwischen 450 Millionen Euro und 1 Milliarde Euro haben.

Die Stiftung, bekannt durch ein Verfahren gegen Volkswagen wegen des Einsatzes von Cheating-Software, sagt in einer Erklärung, dass kürzlich klar geworden sei, dass auch der französische Renault und der rumänische Dacia, der zu Renault gehört, diese Art von Software in ihren Dieselautos. In den Niederlanden gibt es Berichten zufolge mehr als 150.000 Fahrzeuge. Neben den beiden Autoherstellern richtet sich das Verfahren auch gegen den niederländischen Importeur und die niederländischen Autohändler dieser Marken.

Emissionsstandards
Die Software in den Autos stellt sicher, dass die Autos die gesetzlichen Abgasnormen für die Typgenehmigung erfüllen. Aber im normalen Gebrauch wären die Emissionen viel höher. „Renault und Dacia wussten das, beschlossen aber, es vor ihren Kunden zu verbergen. Dadurch wurden sie in die Irre geführt. Sie haben ein defektes Produkt gekauft, das nicht dem Gesetz entspricht, und zu viel dafür bezahlt”, sagte Guido van Woerkom, Vorsitzender von Car Claim.

Manipulationssoftware
Der Betrugs-Diesel-Skandal beim deutschen Volkswagen kam 2015 ans Licht. Volkswagen räumte dann ein, Abgastests in großem Stil mit Betrugssoftware manipuliert zu haben, die Dieselautos sauberer erscheinen ließen, als sie tatsächlich waren. Das Thema hat den Autokonzern bereits viele Milliarden Bußgelder und Reparaturkosten gekostet.

In den Niederlanden hat der Richter im Juli in einem Fall von Stichting Car Claim gegen Volkswagen, den Softwareanbieter Bosch, den Importeur Pon und niederländische Autohändler entschieden, dass Personen und Unternehmen, die betrügerische Diesel gekauft haben, insgesamt Hunderte Millionen Euro zustehen im Ausgleich. In dem Fall ist eine Berufung anhängig.

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